Blog

KRANKENHAUSRECHT / VERSORGUNGSSTRUKTUREN

Noch Anfang des neuen Jahrtausends wurde streng zwischen dem ambulanten und stationären Versorgungssektor getrennt. Diese klaren Trennlinien sind heute aufgrund gesetzlicher Lockerungen und der Veränderung des Gesundheitsmarktes verschwommen. Tragfähige Modelle setzen heute häufig voraus, Kliniken und niedergelassene Ärzte und sonstige Leistungserbringer an einen Tisch zu bringen. In der strategischen, wirtschaftlichen und rechtlichen Beratung von Kliniken und MVZ sehen wir unsere Aufgabe.

Auch die Gründung von Privatkliniken mit allen notwendigen Genehmigungsvoraussetzungen gehört zu unserem Leistungsspektrum. Die Fragen nach den verwaltungsrechtlichen Vorgaben, den berufsrechtlichen Vorgaben und den abrechnungstechnischen Gegebenheiten werden von uns gern beantwortet.

Die Medizinischen Versorgungszentren nehmen an Bedeutung in der ambulanten Versorgung zu. Nicht zuletzt durch die Änderungen im Versorgungsstrukturgesetz sind hier neue rechtliche Rahmenvorgaben gesetzt worden, die zum einen neue zulassungsrechtliche Spielräume zulassen, zum anderen aber zu Einschränkungen bei der Gründung führen. Um ein langfristiges tragfähiges Konzept zu entwickeln, ist eine Beratung unabdinglich.

Nicht zuletzt wird die sektorenübergreifende Versorgung das Gesundheitswesen der Zukunft bestimmen. Kreative Gestaltungen und praxisnahe Lösungen sind hier die Ziele unserer Tätigkeit.

ARZTRECHT / ZAHNARZTRECHT

Der Arzt wird in seinem Beruf von jahrhundertealten Werten und Vorstellungen geleitet. der hyppokratische Eid steht auch heute noch im Mittelpunkt der ärztlichen Tätigkeit. Zunehmend muss allerdings der Arzt in freier Praxis als „Unternehmer“ denken und seine Praxis nach betriebswirtschaftlichen Maßstäben führen. Auch der angestellte Arzt in Klinik und Praxis wird häufig über Tantiemeregelungen in die unternehmerische Verantwortung genommen.

Wir beraten Sie bei allen notwendigen beruflichen Vorausetzungen bei der Erteilung der Approbation, der Zulassung als Vertragsarzt oder der notwendigen arbeitsvertraglichen Regelungen – vom Assistenzarzt bis zum Chefarzt. Wir begleiten Sie bei Praxisgründung, Praxisbestand und Praxisverkauf. Bei Fragen zu zulässigen Werbemodellen sind wir ebenfalls Ansprechpartner wie bei Fragen zum Abrechnungsrecht.

Neue Versorgungsmodelle in Verbindung mit Medizinischen Versorgungszentren sind aus der Landschaft der ambulanten Versorgung nicht mehr wegzudenken. Die Verzahnung zwischen ambulanten und stationären Sektor wird voranschreiten. Hierauf bereiten wir unsere Mandanten vor und begleiten den Weg.

Der Arzt / Zahnarzt als Freiberufler und Unternehmer ist unsere Verantwortung.

Kopfläuse – das große Krabbeln

Kopfläuse (Pediculus humanus capitis)

In der kalten Jahreszeit herrscht das große Krabbeln auf den Köpfen Ihrer Kinder? Oder sind Sie sogar schon selbst betroffen? Hygiene ist leider kein Schutz vor diesen Parasiten, die übrigens nicht durch Tiere übertragbar sind. Die 2-3 mm großen Insekten übertragen in unseren Breitengeraden keine Krankheiten, sind aber lästig und hartnäckig. Hier soll Ihnen als Betroffener stichpunktartig, schnell und effektiv weitergeholfen werden:


Allgemeines

  • je kälter, desto länger überlebt die Laus ohne Blut (ca. 7d , d=Tag)
  • lebensfähige infektiöse Läuse schlüpfen nur aus Nissen die minimal 1cm von der Kopfhaut entfernt sind
  • nach Befruchtung tgl. 3 – 5 Eier (Nissen), nach 7 bis 10 d schlüpfen die Läuse, 3 Wochen danach entsteht die neue Generation
  • bevorzugte Orte: Nacken-, Ohr-, Schläfenbereich
  • kleiner 12 °C keine Entwicklung mehr, keine Eiablage

Übertragung:

  • Von Kopf zu Kopf bei engem Kontakt
  • Vertauschen von Kopfbedeckungen
  • Gemeinsames Benutzen von Kopfkissen, Kämmen, Decken, Kopfbedeckungen
  • Wanderung der Läuse von Mütze zu Mütze möglich z.B. in Schulen, Kindergärten etc.

Erkennungsmerkmale:

  • Immunreaktion des Menschen gg. Läuseantikörper führt zu Juckreiz, Rötungen und Kratzwunden, Lymphknotenschwellungen
  • durch bakterielle Superinfektion kann ein klinisches Bild eines Ekzems entstehen
  • bei Vernachlässigung Bildung eines übelriechenden Zopfes (Trichom) aus Eiter, Sekret und Haaren

Präventive Maßnahmen Umgebung:

  • Handtücher, Kleidung, Bettwäsche wechseln, bei 60 °C waschen
  • bei 45 °C im Wäschetrockner behandeln
  • Nicht waschbare Sachen 3 d (Empfehlung der Robert Koch Instituts) in einen verschlossenen Plastiksack möglichst warm lagern (Aushungern der Läuse nach 55h)
  • Einfrieren bei -18 °C im Beutel für 2 d
  • Kämme, Bürsten auskochen
  • durch Staubsaugen Teppiche, Möbel etc. von Haaren befreien, Staubbeutel entsorgen, bei Beutellosen mit heißem Wasser gründlich reinigen

Weidenrindenshampoo Rausch (Weidenrindendestillat und Thymianöl wirken antiseptisch), für Vorbeugung gegen parasitären Befall 2 – 3x wöchentlich anwenden

Mosquito Läuseabwehr, Wirkstoff: p-Methane-3,8diol, bildet dichte lang andauernde Gasphase, die den Anwender für Läuse unerkennbar machen soll für 12 h, Dosis 5 – 15ml, Kontraindiziert bei Kindern < 18 Monate

Mosquito Antiläusespray für Textilien

Verantwortung :

Laut § 34 Abs. 5 IfSG (Infektionsschutzgesetz) muss die Gemeinschaftseinrichtung, die das Kind besucht von dem Kopflausbefall in Kenntnis gesetzt werden! Nach § 34 Abs.1 IfSG schließt festgestellter Kopflausbefall eine Betreuung oder Tätigkeit in Gemeinschaftseinrichtungen aus. Grundsätzliche Voraussetzung ist die Erstbehandlung, die Weiterverbreitung muss ausgeschlossen werden können! Mögliche Bedingungen der Wiederzulassung ist ein ärztliches Urteil (Attest) oder Bestätigung des Sorgeberechtigten, dass eine Behandlung durchgeführt wurde.Es besteht keine ärztliche Meldepflicht gemäß § 6 IfSG. Gemeinschaftseinrichtungen müssen es dem Gesundheitsamt melden nach § 34 Abs. 6.

Behandlung:

  • Untersuchung aller Kontaktpersonen wichtig
  • Zinkenabstand des Läusekamms ca. 2 mm
  • Von der Kopfhaut fest zu den Haarspitzen runter ziehen

Empfohlenes Behandlungsschema: Allgemein!

Tag 1: Behandlung mit Insektizid oder Medizinprodukten

Tag 5: Nasses Auskämmen, um früh nachgeschlüpfte Larven zu entfernen

Tag 9 oder 10: Wiederholungsbehandlung

Tag 13: Kontrolluntersuchung durch nasses Auskämmen

Tag 17: evtl. noch mal nass Auskämmen

Die Wiederholungsbehandlung ist unbedingt notwendig, da die Nissen bei der Erstbehandlung eben nicht immer abgetötet werden, und nach dem Schlüpfen nun behandelt werden können.

Zähne bleichen – Was ist schädlich? Was ist sicher?

Möchten Sie günstig Ihre Zähne bleichen und dabei auf alte Hausmittel zurückgreifen? Bitte nicht!!! In vielen Foren wird zum Bleichen der Zähne Backpulver oder auch Natron empfohlen. Diese Pulver sollen über die Zähne gerieben werden und einen bleichenden Effekt erzielen. Leider wird durch diese Methode der Zahnschmelz der Zähne extrem angegriffen. Ihre Zähne werden weicher und auch rauer; so bieten sie Zahnbelag und im Zuge dessen auch Kariesbakterien eine perfekte Oberfläche. Auch das Einwirken von Zitronenscheiben / Zironensaft auf den Zähnen greift den Zahnschmelz durch die enthaltene Säure erheblich an.

Bevor Sie ihre Zähne sicher bleichen, sollten Sie mit dem halbjährlichen Zahnarzt-Kontrollgang abklären, dass Ihre Zähne soweit gesund sind (also kein Karies). Auch das Zahnfleisch muss für ein sicheres Bleeching gesund sein. Denken Sie daran, dass künstliche Zähne und Kunstofffüllungen sich nicht mit Bleeching Systemen bleichen lassen. Perfekt wäre eine vorangehende professionelle Zahnreinigung, bei der jedes bisschen Zahnstein entfernt wird, so dass das Bleichmittel auch an alle Stellen gelangen kann. Geben Sie dem Zahnfleisch jedoch eine knappe Woche Zeit, sich von der Zahnreinigung zu erholen.

Eine sichere Methode ist das Bleichen mit speziell dafür entwickelten Produkten. Hier sind mehrere Systeme in der Drogerie erhältlich, die mit Wasserstoffperoxid arbeiten und eine milde Bleichwirkung haben (dies sieht auch natürlicher aus, z.B. Blend-a-Med Whitestrips oder Nighteffects oder Odol-med 3 Samtweiß Beauty-Kur Intensiv Zahnweiss-Streifen). Meist sind die Systeme so aufgestellt, dass Sie über mehrere Tage in kleinen Schritten ihre Zähne Stück für Stück aufhellen. Übertreiben Sie es nicht mit der Häufigkeit der Anwendung, sondern halten Sie sich an die Vorgaben des Produktes. Streifen haben den Nachteil, dass sie sich schlechter an die individuelle Zahnlage anpassen lassen als Gele zum Aufpinseln.

Professionelle Systeme die vom Zahnarzt durchgeführt werden, haben eine stärkere Bleichwirkung und gehören gerade deshalb nur in fachkundige Hände. Hier werden die Zähne mit nur einer einzigen Behandlung zur gewünschten Endhelligkeit gebleicht. Sehr praktisch, maximal sicher, jedoch auch bedeutend teurer als die Varianten für Zuhause.

Was färbt eigentlich die Zähne? Gerade Tee (Schwarzer Tee), Kaffee, Rotwein und auch stark färbende Früchte und Zigarettenrauch machen die Zähne gelb. Manchmal kann es auch an einigen Medikamenten liegen, dass die Zähne eine gelbe Färbung erhalten (z.B. durch die Antibiotika Doxycyclin, Minocyclin).

Erstaunlich ist, dass auch Stoffe in einigen Mundspüllösungen enthalten sind, die bei Dauergebrauch die Zähne gilben: Chlorhexidin (z.B. in Chlorhexamed), Aminfluorid und Zinnfluorid. Hier kann man auf andere, nicht färbende Mundspüllösungen zurückgreifen (z.B. Listerine).

Eines noch: Bleeching ist nur bei Erwachsenen sinnvoll. Kinderzähne dürfen nicht gebleicht werden!

Anti Aging Cremes – Welche Creme mindert Falten wirklich?

Die Haut wird älter, das kann man leider nicht verhindern. Aber man kann gewisse Regeln einhalten, damit es nicht so schnell passiert. Die Haut altert durch externe Faktoren wie UV Strahlung, am stärksten schädigt die UV-A-Strahlung. Diese ist gegenüber der UV-B-Strahlung längerwellig und kann so tiefer in die Haut eindringen. So werden Proteasen im Körper aktiviert, das sind Enzyme (Proteine/Eiweiße), die in der Lage sind, das allseits bekannte Kollagen (Festigung der Haut) an zu knappern und so die Struktur zu zerstören. Ein ähnlicher Prozess läuft auch ab, wenn man raucht! Eine gesunde, ausgewogene Lebensweise ist natürlich immer von Vorteil, viel Obst und Gemüse, Sport und wenig Alkohol, viel Schlaf und auch die richtige Creme.

Das Sortiment an Cremes ist riesig. Hier ein paar Hinweise, worauf man achten kann:

Die Wirksamkeit für kosmetische Präparate muss nicht belegt sein (im Gegensatz zu den Arzneimitteln). In der Wissenschaft gibt es unterschiedliche Datenbanken (auch für Sie im Internet zu finden, aber mit Zugriffsbeschränkungen), die es einem ermöglichen, gewisse Studien einzusehen, z.B. eine Humanstudie für ein neues Medikament. Genauso ist es möglich nach Wirkstoffen aus Anti Aging Produkten zu suchen, um einen Beweis für die Wirksamkeit zu finden. Aber Vorsicht, nicht jede Studie ist glaubhaft! Die Gesellschaft für Dermopharmazie (GD) hat zur Aufklärung eine Leitlinie herausgegeben, die auf Literaturrecherchen in medizinischen Datenbanken beruht. Sie soll Fachleuten mehr Klarheit zu diesem Thema geben. Diese Leitlinie habe ich für Sie studiert und zusammengefasst:

Ich fange mit den Wirkstoffen an, die klinisch getestet worden sind. Aber wie testet man die Hautalterung? Es werden unterschiedliche Parameter gemessen, wie z.B. die Faltentiefe, beziehungsweise die Oberflächenstruktur, Rauigkeit und Elastizität, sowie der Feuchtigkeitsgehalt der Haut. Am aussagekräftigsten sind Studien, die zusätzlich zu einer behandelten Gruppe, eine Kontroll- Gruppe mit führen, die bestenfalls die getestete Creme ohne Wirkstoff verwenden müssen. Wirkstoffe die auf diese Weise  getestet wurden, sind z.B.:

Vitamin A (Retinol), seine verschreibungspflichtige biologisch aktive Form (all-trans-Retinsäure) sowie verschiedene Vitamin-A-Derivate und Vitamin C

Diese Substanzen werden als Antioxidantien bezeichnet, die freie Sauerstoffradikale abfangen sollen. Was heißt das? Diese Substanzen schützen unsere Zellen vor Stress (Sonne, Rauchen, Umwelteinflüsse etc). Durch diese Faktoren entstehen im Körper chemisch aggressive Substanzen, mit Hilfe von Antioxidantien können diese unschädlich gemacht werden und die Zelle wird weniger gestresst und altert langsamer. Vitamin C, ein wasserlösliches Antioxidans, spielt in der Kollagensynthese eine wichtige Rolle und gehört zu den bestuntersuchten Anti Aging Wirkstoffen (Wirksamkeit belegt! Für 5% ige Zubereitungen).

Für Vitamin E, Vitamin B3 (Niacinamid), Hyaluronsäure-Fragmente, die in der Haut Feuchtigkeit binden, und für Phytohormone, namentlich Isoflavone konnten positive Effekte am Menschen gezeigt werden, aber in diesen Studien wurde keine Kontroll-Gruppe mitgeführt. So kann nicht beurteilt werden, ob die Cremegrundlage ohne Wirkstoff und das Eincremen schon ein verbessertes Erscheinungsbild der Haut ergibt.  Hyaluronsäure ist ein wichtiger Bestandteil des Bindegewebes, der beim Zellwachstum eine wichtige Rolle spielt. Hyaluronsäure speichert enorm viel  Wasser und verleiht so Elastizität und Feuchtigkeit. Für einige Derivate ist bereits die Wirksamkeit belegt (neuere Ergebnisse auch mit Kontroll-Gruppe für sogenannte niedermolekulare H. also mit Molekulargewichten von 50 – 300kDa).

Eine geringe Beweislage liegt für folgende Wirkstoffe vor (d.h. nicht am Menschen getestet, sondern in anderen Testsystemen z.B. Mäusen, Einzelzellen etc.) :

Polyphenole (etwa Anthocyane, Flavonoide und Catechine), die in Pflanzen vorkommen und hier wichtige Funktionen übernehmen (Ginkgo, Weintraube, Beere, Tee), sowie das ebenfalls antioxidative Coenzym Q10 (Ubichinon).

Auch möchte ich erwähnen, dass es nun noch darauf ankommt, in was für einem System diese Wirkstoffe eingearbeitet sind. Denn davon hängt die Verfügbarkeit am Wirkort ab. Vitamin C ist wasserlöslich und sollte in einer wasserhaltigen Grundlage verwendet werden (Creme: Öl in Wasser Emulsion). Vitamin E, ein fettlösliches Vitamin sollte  lieber in einer reichhaltigen Öl-Grundlage eingearbeitet sein. Leider ist die Datenlage der Hersteller nicht so leicht einzusehen und gerade für den Laien  schwer verständlich. Auch wird fast nie eine Gehaltsangabe der Wirkstoffe gemacht.

Um eine schöne Gesichtscreme für sich zu finden, spielen natürlich auch die Verträglichkeit und auch der Preis eine große Rolle. Ich empfehle Ihnen bei der Wahl einer Creme ‚Stiftung Warentest‘ mit einzubeziehen (hier wurde  z.B. die Hautglättung und die Feuchtigkeitsanreicherung getestet), oder eben Öko Test (hier werden die Inhaltsstoffe geprüft, nicht die Wirksamkeit!).

Ich hoffe, dass Ihnen dieser Artikel ein bisschen mehr Einblick in dieses schwierige Thema gegeben hat. Leider gibt es ‚ Die perfekte Creme‘ gegen Falten nicht! Falls Sie diese doch gefunden haben, freuen wir uns über Kommentare! Ich persönlich mache mich mal auf die Suche nach einer Vit C Creme!

Guten Tag Heuschnupfen!

Die Tage werden milder, die Sonne scheint länger und so erwacht die Natur wieder zum Leben. Schon ab dem Frühjahr Monat März bis hinein in den Juli nimmt fliegen Pollen durch die Luft. Pollen-Allergiker reagieren so: die Nase läuft (klares Sekret!) oder ist permanent dicht, beide Augen tränen und können jucken. Weiterhin kann die Reaktion auch stärker ausgebildet sein, da bleibt einem buchstäblich die Luft weg. Treten die Symptome zum ersten Mal auf ist unbedingt ein Arztbesuch erforderlich (Allergologe).

Der Körper reagiert mit einer fehlgesteuerten Immunreaktion auf die Pflanzenpollen. Eine Theorie besagt, dass der Teil des Immunsystems, der eigentlich für die Abwehr von Wurmparasiten zuständig ist und sich im Zuge der Zivilisation nun langweilt, sich mit den Pflanzenpollen einen „Zeitvertreib“ gönnt.

Zunächst ist es interessant zu wissen, gegen welche Pflanzenpollen Sie allergisch reagieren. Grob abschätzen kann man dies mit Hilfe eines Pollenflugkalenders. In welchen Monaten haben Sie ihr Allergie-Hoch, in welchen Monaten liegt dies mit den blühenden Pflanzen überein? Genaue Aussagen kann nur eine ärztliche Untersuchung bringen (Hautarzt/Allergologe). Hier wird eine Blutprobe untersucht und/oder ein so genannter Prick-Test durchgeführt. Dabei wird auf leicht angepiekste Haut eine Lösung des mutmaßlichen Allergens positioniert. Tritt dort eine Rötung und Schwellung auf, ist dies ein Anzeichen dafür, dass der Körper allergisch auf den Stoff reagiert.

Interessanterweise überschneiden sich einige Allergien. So sind Patienten, die gegen Birkenpollen allergisch sind auch auf den Verzehr von Haselnüssen allergisch.

Die wichtigste Maßnahme bei Heuschnupfen: Meiden Sie „ihre“ Pollen soweit möglich. Gerade in den frühen Morgenstunden steigt die Pollenkonzentration stark an, so sollten Sie sich dann eher in geschlossenen Räumen aufhalten. Nutzen Sie Pollenvliese, wenn Sie mit offenem Fenster schlafen wollen.

Auch das Haarewaschen sollten Sie auf den Abend verlegen, damit Sie die Pollen nicht mit ins Bett tragen. Lassen Sie die Kleidungsstücke, die Sie den Tag über getragen, haben im Badezimmer. Verschieben Sie ihren Outdoor-Sport auf pollenschwache Zeiten. Sinnvoll ist es auch abends eine Nasendusche durchzuführen. Ein gutes, fast schon luxeriöses  Modell ist die Nasendusche von Emsa, doch die andere gehen auch. Sie können die Modelle auch mit normalem Kochsalz betreiben, das ist kein Problem.

Eine weitere wichtige aber eher langfristige Maßnahme ist die Hyposensibilisierung. Dabei werden in den pollenfreien Monaten geringe Konzentrationen des Pollens gegeben (z.B. als Spritze). Diese Konzentrationen steigen im Laufe der Behandlung immer stärker an. So soll das Immunsystem gelehrt werden, die Pollen zu tolerieren. Geben Sie sich dazu schon im Herbst in ärztliche Behandlung, im Frühling ist es viel zu spät.

Relativ sanfte Methoden gegen Heuschnupfen-Symptome sind spezielle Nasensprays und Augentropfen und auch Bronchialsprays und Tabletten oder Säfte, Tropfen, Brausetabletten. Diese Mittel bekämpfen allerdings nicht die Ursache, sondern blockieren nur die Entzündungsreaktion lang nachdem das Immunsystem bereits aktiv geworden ist.

Zum einen gibt es Präparate mit Wirkstoffen wie Nedocromil und  Cromoglicinsäure (als Nasenspray, Augentropfen und Bronchialspray). Diese Präparate müssen im Voraus und vor allem regelmäßig angewendet werden.

Zum anderen gibt es Antihistaminika mit Wirkstoffen wie Azelastin, Cetirizin und Loratadin. (als Nasenspray, Augentropfen und in Tablettenform). Diese können relativ kurzfristig eingesetzt werden.

Wenden Sie die Medikamente so gezielt wie möglich an! Wenn man nur allergischen Schnupfen hat, muss man nicht gleich eine Tablette (z.B. Cetirizin HEXAL Filmtabletten oder Loratadin STADA 10 mg Filmtabletten) nehmen, die im ganzen Körper wirkt (inkl. Nebenwirkungen!). Da reicht auch ein Nasenspray (kaum Nebenwirkungen).

Erwähnt werden muss, dass viele Allergie-Tabletten etwas müde machen. Diese Nebenwirkung ist leider nicht zu umgehen. Es gibt für besondere Fälle auch Wirkstoff-Kombinationen als Tabletten auf dem Markt. Hier ist ein aufputschender Wirkstoff mitverarbeitet, der zusätzlich noch die Nasenschleimhaut abschwellen lässt (z.B. Reactine DUO Tabletten). Diese Tabletten sind allerdings nichts für Bluthochdruck-Patienten.

Außerdem gelten je nach Wirkstoff Beschränkungen für Kinder, Schwangere, Stillende und auch für Patienten mit eingeschränkter Nierenfunktion.

Diagnose Bandscheibenvorfall

In der heutigen Zeit wird unser Körper immer öters schweren Belastungen ausgesetzt beispielsweise durch unseren Arbeitsplatz.
In vielen Firmen wird durch kleine Seminare den Mitarbeitern das korrekte Heben oder Tragen von Gegenständen beigebracht, was aber im Alltagsstress bei der Arbeit nicht immer umgesetzt wird. S
elbst Schuld würden die meisten sagen und wenn man dann mal die Diagnose Bandscheibenvorfall vom Arzt bestätigt bekommt, lässt sich das nicht mehr rückgängig machen.

Nach so einer Diagnose lassen sich die meisten Patienten endlich auf das Erlernen der Hebefunktionen ein, das kann beispielsweise in Rückenschulen oder Massagepraxen durch einen gelernten Masseur zu Stande kommen. Bei einem Bandscheibenvorfall wird nicht mehr gleich operiert, man versucht erst einmal durch Krankengymnastik oder ähnlichem die Schmerzen und die Unbeweglichkeit in den Griff zu bekommen. Manchmal können solche Rückenprobleme auch von der Psyche kommen, denn unser Körper ist der Spiegel unserer Seele.

Bei leichteren Verspannungen braucht man nicht gleich eine professionelle Massagepraxis aufzusuchen, denn man kann diese auch mit Selbstmassagen wieder beheben. Sie sollten auch auf jeden Fall Ihre Lebensumstände genau im Auge behalten, denn manchmal kann zum Beispiel schon eine neue Matratze im Bett wunder bewirken um morgens nicht mehr so verspannt aus dem Bett zu krabbeln. Auch in der Schwangerschaft sind Rückenprobleme keine Seltenheit, dabei hilft die Beckenbodengymnastik oder Schwimmen. Rückenschmerzen können auch durch falsches oder langes sitzen auf einem ungeeigneten Stuhl oder einer Bank kommen.